Aktuelle Problematiken in Kathmandu-Nepal
Die vielfältigen Probleme in Nepal verschärfen sich laufend seid den letzten 23 Jahren, seitdem Siegfried Mayer nach Nepal reist.
Die aktuell triste Ausbildungs-Situation in N E P A L 2010:
Die bestehenden staatlichen Schuleinrichtungen bieten nur auf einem sehr niedrigen Angebot eine schulische Ausbildung für die nachwachsende Jugend an, die dort beschäftigten Lehrer-INNEN sind sehr schlecht entlohnt und sind dadurch kaum motiviert in ihrer Aufgabe, dazu kommt daß man in Nepal nach wie vor in einem sehr antiquierten Frontal-Schul-System unter-richtet, die Kinder müssen oft sinnlosen Stoff stur auswendig lernen um ihn dann gleich wieder zu vergessen.Auch die Regierungsschulen verlangen Schulgeld, was sich eine durchschnittliche nepalesische Familie im Normalfall nicht leisten kann und genau dadurch drückt sich die immer noch sehr hohe Analphabetenrate von ca. 60% aus.
Im ländlichen Bereich fehlt es vielerorts überhaupt an schulischen Einrichtungen.
Es gibt dann noch ein paar wenige Privatschulen, die jedoch nur für die Knder der Oberschicht erschwinglich ist, somit fallen die meisten Kinder hier wieder durch den Rost.
Ein weiteres großes Manko stellt die großteils nicht vorhandene Lehrerausbildung dar, wer zumindest 10 jahre Grundschule hinter sich hat, verdingt sich dann oft einfach als lehrer ohne irgendeine pädagogische Qualifikation! Ein gewisser Indikator für dieses überholte und fragmentarische Schulsystem ist zum Beispiel der angebotene Englischunterricht, wer das erste Mal nach Nepal reist, wird große Probleme haben, dieses nepalesische Englisch auch nur im Ansatz zu verstehen.
Speziell diesem Problem steuern wir in unserem Projekt entgegen durch die laufende Präsenz von 4-5 Freiwilligen, die sich sowohl im Englisch, als auch im Deutschunterricht in unserer Schuleinrichtung sehr engagieren.
Unsere aktuellen Hilfestellungen bzw. Umsetzungen:
Unsere projekteigene Schule hat 2002 mit den ersten 15 Kindern aus sozial schwachen Familien ihren Betrieb aufgenommen.
In weiterer Folge haben wir versucht, Strassenkinder aus ihren unwürdigen Situationen zu befreien, damals haben wir unser ei-genes Internat eingerichtet um diesen Kinder eine neue Heimat zu geben nebst Einschulung in unseren laufenden Schulbetrieb.
Unser nepalesischer Projektleiter, Herr Kul Ratna Rai, konnte dann 2007 weitere 18 Kinder aus schwierigsten Verhältnissen aus seiner Heimat im Kumbu ( ein Gebiet südlich des Mount Everest) nach Kathmandu bringen und erfolgreich in unserer wachsenden Einrichtung integrieren.
Viele dieser Kinder haben schlimmes durchgemacht, manche waren traumatisiert und haben teilweise erst nach 1-2 Jahren bei uns zum Sprechen begonnen.
Wir haben dann laufend weitere Kinder aus der näheren Nach-barschaft im Ortsteil Dapashi (liegt am nördlichsten Punkt der Ringstraße die um Kathmandu herumführt) gerettet, einge-schult, eingekleidet und im Internat integriert.
2008 haben wir dann unser Teenagercamp eröffnet, einige unserer Tagesschüler hatten bereit extrem unter der Platznot zu Hause gelitten, es kam immer öfter zu tätlichen Ausschrei-tungen in vielen Familien, wir konnten hier helfend eingreifen bzw. verhindern wir so die Gefahr eines Kidnappings auf dem Schulweg unserer älteren Mädchen.