Die HHCA steht allen bedürftigen Kindern zur Verfügung. Manche von ihnen haben noch Verwandte, bei denen sie schlafen, essen und sich waschen können. Manche aber nicht.

Um die 60 Schulkinder haben ihre Eltern bei Unfällen oder im Bürgerkrieg verloren, wurden von ihnen ausgesetzt, weil sie nicht mehr ernährt werden konnten oder können aus anderen Gründen nicht bei ihnen leben. Unter ihnen befinden sich Größen wie Prakash und Bijaya Chuwai, Sunil Pokharel oder Binita Sunuwar, die durch ihren unermüdlichen Einsatz dem Projekt mindestens so viel zurückgegeben haben, wie sie bekommen haben.

Unser Hostel ist der Ort, an dem diese jungen Menschen leben können. Sie haben dort Wasch- und Schlafplätze, Spielsachen, einen Gemeinschaftsraum mit Fernseher und seit wenigen Jahren sogar eine Bibliothek (siehe unten). In ihrer Freizeit können sie außerdem das Schulgelände nutzen, um dort zu spielen (vor allem Basketball erfreut sich einer so großen Beliebtheit, dass unsere Schule jährlich mehrere Turniere gewinnt), zu lernen, Hausübungen zu machen und miteinander Zeit zu verbringen.

Alle Bewohner des Hostels bekommen neben dem Mittagessen (das alle im Projekt bekommen) täglich Frühstück, Tee und Kekse und ein Abendessen. Erwachsene Hostel Sisters kümmern sich darum, dass die Kinder miteinander auskommen, ihre Zimmer und das Hostel in Ordnung halten, ihre Körperhygiene einhalten und medizinisch versorgt werden. Wenn die mal nicht da sind, herrscht aber kein Chaos: Die älteren Jugendlichen kümmern sich mit einer Fürsorge und Liebe um die Kleineren, die man in unserer westlichen Gesellschaft fast überall vergeblich sucht.

Die Kinder aus den Hostels sind auch diejenigen, die am meisten Zeit mit Volunteers verbringen. Wenn Volunteers da sind, spielen sie mit den Burschen und Mädchen, machen mit ihnen Ausflüge, helfen ihnen bei Schulischem oder schauen einfach mal einen Kinderfilm. Dadurch lernen die Kleinen und nicht ganz so Kleinen auf ganz natürliche Art und Weise unsere Kultur und vor allem die englische Sprache kennen. Gerade bei den Älteren sieht man, dass sie damit im weiteren Leben große Vorteile haben.

Bei jeder Patenschaft kann man sich entscheiden, ob man ein Hostel-Kind oder ein anderes unterstützt. Für lediglich einen Euro am Tag können Sie alle Kosten für die Hostels abdecken: die Miete, die Gehälter der Hostel Sisters, die Mahlzeiten und die tausend Kleinigkeiten, die das Leben ein wenig schöner machen: Spielsachen, ein gelegentlicher Ausflug zum Schwimmen und – in der nepalesischen Kultur besonders wichtig – Feste!

 

Bibliothek

 

2015 haben Volunteers im Mädchen-Hostel eine Bibliothek aufgebaut. Dort können sich die Hostel-Kids Kinderbücher, Romane, Comics und Sachbücher ausleihen oder vor Ort lesen. Der Gedanke im Hintergrund war, den elternlosen Kindern in ihrer Freizeit eine Beschäftigung anzubieten. Wie wichtig das war, erkannten wir erst, als die Bibliothek schon gestanden ist: Die Kindern haben sich wie ausgehungert auf die Bücher gestürzt. Das ist insbesondere in Nepal wichtig, wo es keine Lesekultur wie im Westen gibt. Es gibt nur ein Wort für „lesen“ und „lernen“, denn gelesen wird in Nepal nur in der Schule. Unsere Schüler werden, wenn sie einmal erwachsen sind, einen Vorteil gegenüber allen anderen haben, der nicht in Geld zu bemessen ist: Spaß am Lesen.