Unterprojekte

"Entwicklungshilfe" heißt für uns, den Hilfeempfängern so zu helfen, dass sie sich selbst weiterhelfen können. Unsere Schüler sollen nicht zum bloßen "Handaufhalten" erzogen werden und künftig nur darauf warten, dass Europäer ihre Probleme lösen

Nein, langfristig soll jeder Schüler selbst Verantwortung für sein Schicksal übernehmen - auf sozialer wie finanzieller Ebene. Als unsere Aufgabe sehen wir, ihnen dabei durch Bildung und Erziehung zu helfen, nicht aber, sie in Abhängigkeit zu halten.

 

Das Students-of-Trust-Projekt

 

Diese Philosophie steht auch hinter dem SoT-Projekt

Hierbei geht es darum, ausgewählte Schüler zu Vertrauensschülern (SoT) für einige ihnen zugewiesene Jüngere (Juniors) zu machen.

Die SoTs dienen als Ansprechpartner bei Problemen, sollen eine Vorbildfunktion übernehmen und ihren Juniors letztendlich Werte wie Respekt, Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch, Tier und Umwelt vermitteln - unterstützt durch ein Vereinsmitglied, eine Lehrerin vor Ort und ggf. Volunteers, die sich der SoTs annehmen.

Davon profitieren die Seniors und von ihnen die Juniors, welche ggf. später selbst Students of Trust werden - sodass die Schüler langfristig lernen, selbst Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, und lernen, diese Einstellung zu schätzen und weiterzugeben.

Ein wichtiges Zentrum der SOT-Projekts ist das schwerbehinderte Mädchen Yela: Ihre Geschwister besuchten unsere Schule bereits, sie jedoch war durch ihre Behinderung ein völliger Pflegefall, der die Familie schwer belastete.

Als ihre Mutter eine Stelle an der Schule bekam, wurde auch Yela ins Projekt integriert, nun kümmern sich einige SoTs abwechselnd um sie.

Das junge Mädchen genießt mittlerweile Kontakt mit der ganzen Schule und blüht dadurch regelrecht auf: Ihre Gesundheit hat sich in den mittlerweile zwei Jahren im Projekt stark verbessert, sie kann besser hören, sehen und sogar gehen. Yela ist somit zu einem lebenden Exempel geworden, wie gut die Fürsorge und die Verantwortungsübernahme des Projekts funktionieren, und wie sehr Einzelne im Rahmen der HHCA wachsen können - und die HHCA durch Einzelne.
 

Das Nepali Self Aid Project

 

Auch auf finanzieller Seite wollen wir, dass unsere Schüler lernen, selbst Verantwortung für sich und ihr Umfeld zu übernehmen - wir wollen sie nicht zu Bettlern erziehen.

Im Rahmen des Nepali Self Aid Project (NSAP) haben wir ein Contribution Concept eingerichtet, worüber ehemalige Schüler, die bereits ein eigenes Einkommen haben, Bruchteile ihres monatlichen Verdiensts an die Schule spenden können - auf freiwilliger Basis. Sie geben somit "etwas zurück", sind also nicht reine Nutznießer, sondern können sich zumindest symbolisch revanchieren.

Von diesen gesammelten Spenden werden dann die Schulgebühren ärmerer Schüler bezahlt, die sonst keine Chance auf anständige Bildung hätten.

Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere ehemaligen Schüler, früher hilfsbedürftige Waisenkinder, auf diese Weise Verantwortung für andere übernehmen und bereits mehreren benachteiligten Kindern die gleiche Chance ermöglicht haben, die der Verein einst ihnen ermöglicht hat.